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| Unser Ziel ist es, möglichst umfassende und ehrliche Information über Psychedelika wie LSD, Psilocybin (magic mushrooms) und Mescalin anzubieten und eine offene Diskussion ohne Strafandrohungen gegen Benützer von Psychedelika anzuregen. Das immer noch herrschende Forschungsverbot ist einer aufgeklärten Gesellschaft unwürdig. Kompetente inhaltliche Mithilfe für diese Website ist sehr erwünscht, Diskussionsbeiträge sind willkommen. |
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Die Geschichte der Psychedelik ist weitgehend unbekannt, denn über Jahrzehnte sind wir angelogen worden. Weshalb wir in einer so kranken Welt leben. Mitte der 60er Jahre kam LSD wie ein spiritueller Orkan über die westliche Welt, die sich gerade erst vom Horror des zweiten Weltkriegs zu erholen begann, Wirtschaftsentwicklung war angesagt, Konformismus hoch im Kurs. LSD war spielerisch und verzückt und löste eine Woge von Erkenntnis und Visionen besserer Welten aus. Kein Wunder, dass sich die Jugend, die Künstler und die Philosophen auf die geruch-, geschmack- und farblose Substanz stürzten, die so unerhörte Träume versprach. Hand in Hand gingen mit LSD die noch junge und richtig rebellische Rockmusik und die sexuelle Befreiung, damals geprägt von einem positiven lebensbejahenden Geist. Die Beatles, indische Philosophie und jugendliche Unbekümmertheit eroberten die Welt. Wenn eine Anzahl von Menschen mit grosser Intensität denselben Traum lebt, dann gewinnt dieser täglich an Realität. Als die Herrscher aus Politik, Wirtschaft und Kultur verspürten, dass ihre Throne zu wackeln begannen, schlugen sie mit aller Härte zurück. Exponenten der psychedelischen Bewegung wurden wegen Besitzes von ein oder drei Hanfjoints zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Weltweit wurden hunderttausende von meist jungen Hanf- oder LSD-Konsumenten ins Gefängnis gesteckt, vor allem unter Druck der amerikanischen Drogenbehörden. Gleichzeitig wurde mit tatkräftiger Hilfe dunkler Kräfte Heroin in die teils selbstverwalteten Szenen jugendlicher und älterer Drop-Outs geschleust, und in den Medien wurde weltweit eine beispiellose Kampagne zur Verleumdung von LSD und Hanf gefahren. Die engagierten Psychedeliker konnten nur überleben,wenn sie sich unauffällig verhielten, was sie natürlich prompt in Konflikt mit ihren eigenen Anschauungen brachte. Da die besten Köpfe der 60er-Generation psychedelisch aktiv gewesen waren, erlitt die Gesellschaft als Ganzes einen spürbaren Verlust an Kreativität, Mut und Forscherdrang. Zweitklassige Köpfe besetzten die Schalthebel der Macht, wo sie oder ihre Nachfolger bis heute sitzen, von einigen freieren Zonen abgesehen. Geschickt haben sie unter dem Vorwand des Kriegs gegen die Drogen die Unterdrückung aufrechterhalten und weiter vorangetrieben. Musik- und Filmproduktion wurden von Gewalt und billigem Sex überschwemmt, das aufkeimende Umweltbewusstsein wurde zurückgedrängt. Heute haben wir eine kranke Welt, wo die totale Dominanz der Superdupermacht USA noch totalitärere Kampfgruppen wie Al-Qaida hervorgerufen hat und die natürlichen Ressourcen in immer rasanterem Tempo sinnlos verbraucht werden. Und die Unterdrückung hält bis heute an, ausser in einigen Gegenden Europas, dem fortschrittlichsten Teil der Welt, trotz allem. Wird es den psychedelischen Veteranen gelingen, mit neuer Klarheit die Menschen davon zu überzeugen, dass eine extrem viel bessere Welt machbar ist, wenn nur genügend Menschen wirklich daran glauben und entsprechend handeln? Imagine, wie schon John Lennon sagte, bevor seine Musik an Werbespots verkauft wurde. Oder werden die Helfer der Unwissenheit triumphieren? Eines ist klar: LSD hat einen Funken der Erleuchtung in unsere Welt gebracht, der nicht einfach wegzuleugnen ist, und der in vielen positiven Bewegungen sich bestens weiterentwickelt. LSD ist aber andererseits nicht unbedingt für jeden zu empfehlen, besonders nicht in der heutigen Zeit und vor allem nicht, wenn keine reine Substanz mehr zu haben ist, wie sie früher von der Firma Sandoz (heute Novartis) hergestellt und verkauft worden ist. Nächtelange LSD-Trips in Nikotin-geschwängerten Sälen zu Technomusic haben bestimmt ihren Reiz, sind aber langfristig ungesund. Wenn es jemand unbedingt ausprobieren will, dann sollte man diese Person lassen, ihr aber erstklassige Substanz, genügend Vorinformation und möglichst sachkundige und herzliche Beratung mit auf den Weg geben. PJ Wassermann, 22.5.02 |
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