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In jedem Fall ein Lesevergnügen der besonderen Art. Wer über eigene Erfahrungen verfügt, wird diese möglicherweise besser verstehen, wer noch nicht von den verbotenen Früchten gekostet hat, wird einen wenn auch auf Worte beschränkten Einblick in die uralte Dimension der bewusstseinserweiternden Substanzen erhalten. Das Buch ist ausgesprochen high und extrem genau. Die philosophische Reflexionen und poetischen Bilder, die Alan Watts benutzt um von seinen Erfahrungen mit den Substanzen wie LSD, Psilocybin und Meskalin zu berichten, vermitteln ein erstaunlich genaues Bild, wie das erweiterte Bewusstseins funktioniert. Watts weist mit bestechenden Argumenten darauf, dass die unmittelbare Wahrnehmung der Einheit des Lebens die Grundlage für unser geistige Wohlbefinden ist. Nach seiner Auffassung steht die Menschheit kurz davor, die Vorstellung von einem steuernden Ich, und einem gesteuerten Organismus aufzugeben. Er stellt unserem diffusen Glauben, der unabhängige Geist sei von irgendwo herabgestiegen, um den Körper wie ein Fahrzeug in Besitz zu nehmen, ein ungeteiltes Bild des Lebens entgegen. Dabei zweifelt der religiöse Philosoph und mystische Dichter die Errungenschaften der westlichen Wissenschaften nicht an. Als einer der ersten östlich orientierten Philosophen sah Watts in den neuen Trends der Biologie oder Physik die Bestätigung der mystischen Traditionen des Vedanta, des Taoismus oder des Zen. Er wirft den Wissenschaftlern aber vor, entgegen ihren aktuellen Erkenntnisse immer noch an der Fiktion festhalten, dass Subjekt und Objekt, Diesseits und Jenseits, das Ich und der Rest der Welt, grundsätzlich verschiedene Dinge sind. Nach seiner Auffassung liegt das Grundproblem in unserer Unfähigkeit zu erkennen, dass beides wie Vor- und Rückseite, Innen und Aussen, untrennbar verbunden sind. Auf seiner Reise durch die vergessenen Welten des Bewusstseins, führt er durch tiefe Einsichten und universale Erlebnisse zu jener Erfahrung der Einheit zurück, aus der nach seiner Auffassung die Kulte und Religionen der Menschheit entsprungen sind. Er zeigt, wie kaum jemand zuvor, wie jedes Detail des Lebens Teil eines universalen Musters ist, das sich ohne Anfang und Ziel ständig in sich selbst verwandelt. In dessen Zentrum hat der ausgebildete Theologe Watts am Ende seiner Reise die universale Liebe das Herz aller Herzen, gesehen. Pier Hänni Die Kosmologie der Freude ist eine großartigen Komposition von Worten, mit der Erfahrungen geschildert werden, für die unsere Sprache keine Begriffe kennt. . . . . . . Alan Watts gelingt es, seine durch bewusstseinserweiternde Drogen ausgelösten visionären Augenblicke in wunderbarer Klarheit zu beschreiben. Natürlich hat er damit das Unmögliches versucht, nämlich etwas, das jenseits der Worte liegt, mit Worten (die immer lügen) zu beschreiben das ihm allerdings ausserordentlich gut gelungen ist. Timothy Leary |
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